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Zur Person Alfred Grimm20. November 1980, NRZ » Originalartikel öffnenExperiment Grimmscher Kau-Show bewirkte einen Kultur-SkandalDinslaken. Mit einem peinlichen Spektakel endete am Samstagnachmittag im „Museum der Stadt Dinslaken“ („Haus der Heimat“) die Eröffnung der Städtebundausstellung „Hommage à Picasso“, in der 60 Originalgrafiken „Picasso zu Ehren“ von 58 internationalen Künstlern gezeigt werden. Was war geschehen? Zunächst einmal hatte Stellvertretender Bürgermeister Max Schneider in der üblichen (und erwarteten) Weise die Gäste begrüßt. Unerwartet gestaltete sich dann aber der Aufritt des von der Stadt verpflichteten Festredners: Kunsterzieher Alfred Grimm vom Theodor Heuss-Gymnasium hielt mitnichten eine „akademische Festrede“. Vielmehr trat er ans Podium und begann, indem er immer unverständlicher werdende Ausführungen zum Leben des großen Provokateurs machte, Blatt für Blatt seiner Notizen in Streifen zu reißen und das Papier zu zerkauen. Unruhe und Hilflosigkeit, die bei einem derartigen Happening ja auch beabsichtigt sind, breiteten sich aus. Nachdem eine Besucherin demonstrativ die Veranstaltung verlassen hatte, Grimm seine Kau-Show aber fortsetzte, schaltete sich nun auch der Bürgermeister-Stellvertreter ein. Grimm möge doch endlich aufhören. Was das solle? Als Grimm antwortete, er werde es später erläutern, habe sich aber in der Tat Gedanken darüber gemacht, verließ schließlich auch Max Schneider, sichtlich überfordert die „heikle“ Szene. Als Grimm gerade sein sechstes Blatt „verspeisen“ wollte, schaltete sich Beigeordneter Sampels ein. Der Ton wurde rüder; die Aufforderung, sich kurz zu fassen, war nicht mehr mißzuverstehen. Nun aber trat Grimm eine Flucht nach vorne an, wie es sie auf der Dinslakener „Kulturszene“ bisher nicht gab: Die „billig zu habende“ Städtebundausstellung, wie verdienstvoll sie auch sei, könne man nur als Alibi sehen, weil es ein aktives Kunstleben in Dinslaken nicht gebe! Damit schien das „Maß voll“. Beigeordneter Sampels, nun in der Rolle des Hausherrn, baute sich vor dem kulturellen „Eulenspiegel“ auf und verwies ihn des Ortes. Nicht ohne mit dem Hinweis auf die Sekttheke eine Art von Frieden wieder herzustellen… Es entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, wenn ausgerechnet Picasso, der sein Leben lang Bürgern vor den Kopf gestoßen hat, in Dinslaken zu dieser Provinzposse herhalten mußte. Wieso eigentlich konnte über Grimms Absichten (die sonst so beliebte „Symbolik“) eigentlicht nicht, wie es eine andere Besucherin vorschlug, ruhig geredet werden? In jeder mickrigen Galerie wäre das kein Problem gewesen! Dieter G. Ebert 01. März 1991, Elmshorner Nachrichten » Originalartikel öffnenZur Ausstellung Alfred Grimm beim Kunstverein ElmshornRheinischer Provokateur wandelt im Torhaus auf Dadas SpurenVon DIERK WULF Elmshorn. Kommt doch einer daher aus Hünxe, jenem Nest im Winkel vom Rhein und Lippe (und wo wir schon einmal beim X sind: Xanten ist nicht weit) und will den Elmshornern ein U für ein X, also Unsinn für Xunst vormachen. „Provokation“ hat der 1943 in Dinslaken geborene Künstler Alfred Grimm weithin sichtbar auf seine Fahne geschrieben. Und um zu provozieren, ist ihm (fast) jedes Mittel recht. Knallharte Beweise liefert Grimm zur Zeit im Torhaus, wo der Kunstverein Elmshorn dem rheinischen Beuys-Schüler (Aha!) eine kunterbunte Ausstellung einrichtete und somit ein ebenso schrilles wie auf seine Art gelungenes Kontrast-Programm zur vorherigen, eher biederen Modersohn-Vorstellung anbietet. Und dies vorweg: Wer’s mag, wer offen ist, für das (ihm) Unbekannte in der Kunst, kommt auf seine Kosten. Alfred Grimm, dessen Arbeiten bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen Beachtung fanden (und zur Freude des Künstlers auch immer wieder mal Ärger erregten), zeigt im Torhaus Zeichnungen, Malerei und Objekte. Und gerade oft die skurrilen Objekte sind es, die jedem Besucher sogleich ins Auge fallen, über die er schier zu stolpern droht. Die gefangenen oder zu bürstenden Pflastersteine rechts in der Ecke wirken noch harmlos. Etwas ungemütlicher geht es schon auf einem Operationstisch zu, wo ein Stück Schwarzwaldlandschaft auf das Skalpell des Chirurgen wartet. Verunsicherung herrscht bei vielen Besuchern spätestens dann, wenn sie vor einem komplett montierten WC stehen, dessen angeschmuddelte Schüssel einem Stück Landschaft Heimat gibt. Ein Druck auf den Knopf, und die Klo-Idylle würde im Orkus verschwinden – wie so manches schöne Stück Natur draußen im Lande auch. Und an diesem Beispiel wird einer der künstlerischen Ansatzpunkte des Radikalisten Alfred Grimm deutlich: Hinzuweisen auf die Vernichtung von Natur, die Schäden aufzuzeigen, die der Mensch seiner Umwelt in immer schwererem Maße zufügt. Bei alledem ist Alfred Grimm eigentlich genau das, was sich die Nordlichter unter einer „rheinischen Frohnatur“ vorstellen. Über diese lockere Seinsbefindlichkeit geben die Tortenstücke Auskunft, die der Künstler in vielen Variationen und mit den unterschiedlichsten Zutaten versehen im Angebot führt – vom sportlichen Springturnier in Aachen bis hin zum drastisch-direkten Reeperbahn-Detail. Ein so radikaler Künstler wie Grimm, der stets auf emotionale und zelebrale Wirkung aus ist, läßt natürlich auch die wunderbare Gelegenheit einer Ausstellungs-Eröffnung nicht ungenutzt. Am Montagabend im Torhaus machte es sich der hauptberuflich als Gymnasiallehrer tätige Rheinländer nicht nur Gedanken über die relativen Wirklichkeiten des Lebens und der Kunst, sondern lieferte seinen teils irritierten, teils amüsierten Publikum einen Auftritt in allerbester Dada-Manier: Grimm hantierte mit Rasseln und Windmühlen, ließ Luftballons platzen, entzündete Wunderkerzen, schoß mit einer Wasser- und knallte mit einer Spielzeugpistole („Wenn die Kunst zu schwach ist, um sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff übergehen“) und unterlegte seine „Rede“, die er mit vollem und später mit zugeklebtem Mund hielt, mit herzhaftem Schweinegrunzen vom Tonband. „Dies waren Andeutungen dessen, was mich zutiefst bewegt“, schloß Alfred Grimm seine ironisch-exzentrischen Ausführungen. Die Ausstellung im Torhaus läuft bis zum 16. März. Geöffnet Dienstag bis Freitag 10–12 und 16–18 Uhr, Sonnabend 10–12 Uhr, Sonntag 11–13 Uhr.
Von Ekel und AlfredWarum der Beuys-Schüler Grimm vor gar nichts zurückschrecktVon WOLFGANG HELLMICH Seinen Briefkopf pflegt Alfred Grimm zuweilen mit einem Zusatz zu versehen. Er sei der „7531. Beuys-Schüler“. Das mit dem Beuys-Schüler ist korrekt, die Angabe „7531.“ Ironie. Hier weht ein Hauch jener Provokationslust, die den Kunsterzieher am Dinslakener Theodor-Heuss-Gymnasium auszeichnet. Dem 53jährigen aus Hünxe-Bruckhausen stinkt das alles, diese Leute, die sich mit dem Namen Beuys schmücken, nur weil sie irgendwann einmal ein paar Semester bei ihm studiert haben. So verspottet er sie. Vor allem stinkt dem Beuys-Schüler Beuys. Dessen Aktionen der spätphase nennt er „heillose Onanie“. Beuys habe zum Ende hin nur noch politisch agitiert. Nur: „Wie ein Philosoph keiner mehr ist, sobald er politisch eingreift, ist derjenige kein Künstler, der politisiert.“ So gesehen ist Grimm ein Künstler. In politischen Dingen hat er sich Abstinenz verordnet. Indes, nur in den parteipolitischen. Ansonsten geht es ihm um nichts weniger als ums Ganze. Grimm ist ein Provokateur, einer der wenigen, die es am Niederrhein gibt. 1968, dem Jahr der Revolte, hat Grimm, damals 24jährig, LEUTE VON NEBENANdie Bühne des öffentlichen Kunst-Lebens betreten. In Wesel. Was er dort auslöst, verdient das Wort Skandal. Ausstellungsbesucher empören sich über die Grimmschen Akte im Rathauskeller. Die Kreis Reeser Post spricht ihm die Berufsbezeichnung „Künstler“ ab, weil sich seine Kunst auf die „Darstellung des weiblichen Körpers in obszönster Form“ konzentriere, und fragt sich: „Wann endlich wird gegen die Verseuchung unserer Jugend protestiert?“ Der Name Grimm ist ruiniert, bevor er sich überhaupt einen Namen machen kann. Grimm lächelt. Lange her, das. Wie auch jene Ausstellungseröffnung in Dinslaken, im Jahre 1972. Seine Heimatstadt schmückt sich damals mit einer Picasso-Retrospektive. Grimm soll die Festrede halten. Weil er dem Publikum vermitteln will, wie revolutionär Picassos Kunst um die Jahrhundert-Wende war, tut er dies: Er ißt sein Redemanuskript auf, nach zwei Sätzen. Und kassiert dafür 100 Mark: Redehonorar. Der damalige Kulturdezernent spricht von einer „Weltschande“. Grimm lächelt wieder. Leuten vor den Kopf zu stoßen – das ist sein Ding. Er holt einen Brief hervor, adressiert an den Oberbergischen Kunstverein Gummersbach, der 1986 Objekte des Hünxer Künstlers ausgestellt hat: „Bin ich denn in einem Kunstverein oder in der Düngemittelbranche (Kuhmist) oder auf einer Mülldeponie (Mullbinden, Sardinenbüchsen, Kanister, Drahtstücke, WC-Becken).“ Die Verfasserin ist so empört ob des Gesehenen, daß sie ihren Austritt aus dem Kunstverein erklärt. Wg. Grimm. 1993 bedroht Grimm bei einer Vernissage in Siegen das Publikum mit Wasserpistolen und Konservendosen. Weil er sich außerstande sieht, über seine Kunst zu referieren, stopft er sich den Mund mit Brot zu, so daß das Publikum nur noch ein Grunzen vernimmt. Am meisten fühlt es sich jedoch belästigt von stinkender Buttersäure, die Grimm benutzt hat, um einem Blutroten Faden den richtigen Hauch verdorbener Spaghetti zu verleihen. Solche Aktionen deuten darauf hin, welche Auffassung von Welt Grimm hat: Sie ist ein grandioser Saustall. In aller Deftigkeit führt er mit seiner Kunst vor, was er davon hält, von den miesen Geschäften des Kapitals, von Diplomaten, die in ihren Koffern die Waffe bereit liegen haben. Wie mensch die Natur mordet, Stück um Stück. Und wer die Verantwortlichen sind: Wir selbst. Wir sind die Erfüllungsgehilfen des eigenen Untergangs, eine These, die Grimm illustriert, indem er Menschen ins Fernsehgerät drängt, auf Flaschen zieht oder aufs Schachbrett nagelt. Diese durch und durch düstere, mit einer gehörigen Portion Zynismus gewürzte Weltsicht korrespondiert mit dem Material, das er benutzt: Plunder vom Dachboden, Sperrmüll, ausgediente Untersuchungsgeräte aus dem Krankenhaus, Kippen, Aschenbecher, Gliedmaßen von Barbie-Puppen, Kruzifixe, Lippenstifte, Plastikeier, Vogelmumien – Überreste einer technischen Zivilisation, die munter der Devise frönt: „Weiter so!“ So viel Untergang bedarf eines positiven Gegenstücks. Grimm findet es in der Erotik. Die Frau, mit Vorliebe die nackte, ist für ihn der Fetisch, vielleicht auch eine Utopie, die Rettung. Er hat unzählige Akte geschaffen, von Beginn an, hervorragende Zeichnungen. Auf die Frage, warum um die Erotik in seinem Werk eine solch zentrale Rolle spiele, pflegt er mit einer Gegenfrage zu antworten: „Ist das nicht bei allen Männern so?“ Grimm lebt in einem alten Bauernhaus in Bruckhausen, umgeben von 21 Schafen, 17 Hühnern, sieben Gänsen, fünf Puten, einer Katze, einer Frau und zwei Söhnen. Neben dem Unterricht an der Schule und der Kunst sammelt er, seit 30 Jahren. Waschmittelpakete (6000 an der Zahl). Cola- und Limodosen. Tiefkühlkostdosen, Plastikflaschen, Puppenstuben, Playmobil-Figuren, Plastiktüten, Barbie-Puppen (500 an der Zahl). Seine Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen sind kaum mehr zu zählen. 1992 hat die Stadt Dinslaken in Rathausnähe ein Bronzemal von Grimm aufgestellt, das an die ehemalige jüdische Gemeinde in Dinslaken erinnert. Für die evangelische Kirche in Bruckhausen hat er ein „Objektfenster“ geschaffen. Allein, auf den sogenannten großen Durchbruch wartet er noch. Unlängst hat Grimm in Wesel ausgestellt. Im Gegensatz zum Jahr 1968 ist es ruhig geblieben. Was wohl daran gelegen hat, daß Grimms vielleicht provozierendstes Objekt überhaupt, die „Mutter Erde“, ein stilisierter Gynäkologenstuhl, der die Zerstörung durch die Industrie symbolisiert, nicht ausgestellt werden konnte, dafür hat sich Wesels Kulturdezernent persönlich ins Zeug gelegt.
Eröffnung mit einer spannenden Kunst-LektionERFURT. Wer hat nicht schon selbst eine Ausstellungseröffnung erlebt, wo der Künstler zur Nebensache aber das Sehen- und Gesehenwerden zur Hauptsache wird. Bei einem Alfred Grimm ist das – Gott sei Dank – ganz anders. Der Beuys-Schüler, der als Kunsterzieher am Theodor-Heuss-Gymnasium in Dinslaken tätig ist, braucht keinen, der über ihn einen Wortschwall ergießt. Vielmehr schaffte es der 50jährige am Samstagabend im Waidspeicher in der Großen Arche selber, und ohne viel Worte, daß die Eröffnung seiner eigenen Ausstellung von Objekten zu einem Erlebnis wurde. Zum Thema, was Kunst vermag, erteilte er eine lebendige Lektion. Er schonte sich wahrlich nicht, als er Seifenblasen in’s Foyer schickte, Wunderkerzen entzündete, Wollfäden durch die Reihen der Gäste flocht, eine Kollektion Reizwäsche an eine Leine zwickte, klassische Musik, verflochten mit Geräuschen aus einem Sauenstall, ertönen ließ. Bei Ihnen würde ich auch gern Unterricht haben, meinte zum Schluß ein kleines Mädelchen zu dem Künstler, der schon vielerorts mit seiner Arbeit für Furore sorgte. Da solch ein Wunsch jedoch nicht so einfach zu erfüllen ist, gibt es zum Glück für alle bis zum 25. Februar die „Lehrstücke“ im Waidspeicher. Seine Tortenstücke zum Thema „Ein schönes Stück Deutschland“, die „Schwarzwaldklinik“, der Weltkasten mit zwölf Flaschen“, „Die Axt im Wald“ usw., oftmals mit Materialien gefertigt, die man landläufig auf Flohmärkten oder Müllkippen findet bringen einen zum Schmunzeln oder machen betroffen. Geistige Auseinandersetzung ist angesagt. Ursula HOFFMANN 08. Januar 1994, Thüringische LandeszeitungObjekte eines Beuys-Schülers im Foyer des WaidspeichersVon einer nichtalltäglichen Art, das Leben zu sehenErfurt (bp). Wie wäre es mit „Einem schönen Stück Deutschland“ vom Niederrhein mit grüner Landschaft, einer Plastikkuh, einem Milchstrom oder aus der Lüneburger Heide mit Moos und Heidegewächs? Insgesamt sechzigmal hat Alfred Grimm das genannte Thema in Objekten variiert und serviert davon einige Beispiele auf Keramiktellern im Foyer des Theaters Waidspeicher, nicht zum Verzehr, sondern zum vergnüglich-nachdenklichen Betrachten. Unerschöpfllich scheinen die skurrilen Ideen, mit denen der in Hünxe lebende Künstler sein Publikum überrascht und die zurecht plaziert scheinen in einem Haus, in dem auf ganz andere künstlerische Weise menschliche Schwächen und Verhaltensweisen aufs Korn genommen werden. Das Schachspiel hat es Alfred Grimm besonders angetan. Er setzt die Schachfiguren in Beziehung zu alltäglichen, oft auch nicht alltäglichen Gegenständen, die er irgendwo im Abfall, im Hof oder auf dem Dachboden gefunden hat – eine uralte Brille, ein nostalgisch wirkendes Schnapsglas, kalter Kaffee in einer dickwandigen Tasse; den Schachfiguren stehen Patronen gegenüber und das Ganze wird übersponnen vom Netz einer Spinne. Auf einem anderen Schachbrett ist alles in dickem Eis erstarrt. Spritze, Laborteile, Brille, Teelöffel, Aschenbecher, Tampon… liegen auf einem „Fixerboard“. Ein altes Vogelhaus umgibt das mit Akribie gepflegte „Eigenheim“. Im „Deutschen Kulturbeutel“ findet man Seiftuch und andere Toilettenutensilien einträchtig neben kleinen Skulpturen der Freiheitsstatue und des Steffel. Im Wagen mit technischem Gerät aller Art, „konserviert“ in einer Flüssigkeit, liegt das „Wunschkind“ – irgendwann bleibt dem Betrachter das Lachen im Halse stecken. Denn hinter all dem scheinbar so heiter Dargestellten steckt eine tiefsinnige Bissigkeit, mit der Grimm die Schwächen seiner Zeitgenossen und der Gesellschaft aufs Korn nimmt. Er hält einen Zerrspiegel vor, in dem sich mancher gar nicht so gern wiedererkennen möchte. Der in Dinslaken Geborene studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie u. a. bei Josef Beuys und legte ein Staatsexamen für das Künstlerische Lehramt ab. Erste Aktionen bei Ausstellungen veranstaltete er 1980, danach weitete er seine künstlerische Tätigkeit aus, beteiligte sich an Ausstellungen in Duisburg, Heidelberg, New York, Dortmund. Eigene Präsentationen gestaltete er in Elmshorn, St. Wendel, Essen und Rees. Über Kontakte zum Südthüringer Kunstverein kam er auch nach Thüringen, wo er vor zwei Jahren erstmals in Mühlhausen ausstellte. Dieter Hennig, der für das Theater Waidspeicher die Konzeption von Ausstellungen übernommen hat, lud ihn nach Erfurt ein. Nicht nur seine Objekte allein stellt Alfred Grimm vor, er veranstaltet auch am Sonnabend, dem 29. Januar, ab 18.30 Uhr eine Aktion, bei der Gelegenheit ist, ihn vor der Aufführung des Puppentheaters „Biografie – ein Spiel“ zu beobachten und kennenzulernen. 07. Februar 2001, Le Sud Ouest » Originalartikel öffnenHumour noir en couleurLes uvres d’Alfred Grimm étonnent, font sourire ou même rire.
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